Minimalismus Home Tour – weniger Zeug, weniger Stress!

Beim Zappen durch Youtube bin ich neulich bei einem Video über die Höhen und Tiefen des Familienlebens hängen geblieben. Die Familien in dieser Doku berichteten von erbittertem Streit darüber, wer aufräumen und putzen muss. Der Putzplan führte zum Ehekrach, die Erziehung scheiterte am Kinderzimmer aufräumen. Das kenne ich nur zu gut! Inzwischen haben wir dieses Frustthema dank Minimalismus allerdings überwunden! Ich lade Dich zu einer kleinen Home Tour ein. 

Vor meinen radikalen „Declutter-Aktionen“ in 2016 war bei uns das Thema Putzen und Aufräumen das Streitthema Nummer 1. Ich fühlte mich überfordert mit Job, Kind und Haushalt. Obwohl ich gefühlt ständig am Putzen und Aufräumen war, sah es immer chaotisch aus. Der Tipp, mich einfach lockerzumachen und „Fünfe gerade sein zu lassen“, hat mir in keinster Weise geholfen. Zwischen verstreuten Legosteinen, Klamottenbergen, schmutzigem Geschirr und Staubflusen kann ich mich nicht entspannen. Sämtliche Ideen die Hausarbeit gerecht aufzuteilen, scheiterten. Meine damalige Lösung für das Problem war eine Putzfrau, die uns half unsere 10.000 Dinge aufzuräumen, abzustauben und zu putzen. Ein teurer Spaß!

Heute zig Entrümpelaktionen weiter, kann ich gelassen zurückschauen. In unserem Haus sind nur noch die Dinge, die wir wirklich nutzen. Aufräumen und Putzen sind bei uns deshalb kein großes Thema mehr. Unsere Sachen sind schnell aufgeräumt und die freien Flächen sind schnell geputzt. Ich mache das einfach nebenher, ohne viel Zeit aufwenden zu müssen. Im Schnitt brauche ich 20 Minuten täglich, um ein sauberes, ordentliches Haus zu haben. Der Minimalismus hat mich auf dem Weg zum guten, einfachen Leben wirklich weitergebracht!

Wie das funktionieren kann, möchte ich mit einigen Bildern von unserem Wohnraum untermalen:

Freie Flächen

Früher musste ich im Badezimmer erst einmal einen Wäschekorb voll Dosen, Tuben und Tiegel wegräumen, bevor ich mit dem Wischen anfangen konnte. Heute nutze ich im Wesentlichen Seife, Zahnpasta und Olivenöl zur Körperpflege. Ich schnappe mir nach dem Zähneputzen einen Lappen und putze flink über die freien Flächen.

2017-01-15-11-47-202017-01-15-11-48-11

2017-01-15-14-20-10„Badezimmer- und Toilettenimpressionen“

Strukturierte Schränke

Auch in den meisten Schränken gibt es nicht mehr viel zu verwalten oder zu sortieren. Was dort ungenutzt herumstand, habe ich verkauft oder verschenkt.

2017-01-15-11-59-04Mein Lieblingsküchenschrank

Minimalistisches Kinderzimmer

Ich bin davon überzeugt, dass viele Kinder mit der Masse ihrer Spielsachen überfordert sind. Deshalb habe ich im Kinderzimmer ebenfalls minimalisiert. Im Kinderzimmerregal stehen nur noch die Spielsachen, die von meiner Kleinen aktiv bespielt werden. Beispielsweise die Kasperlepuppen, die Barbies, die Murmelbahn und Kuscheltiere. Alles andere räume ich in unseren „Lagerraum“. Das ist unser kleiner Haushaltsraum mit dem gut strukturierten Industrieregal, das bis unter die Decke reicht. Hier haben wir die Dinge gelagert, die wir hin und wieder benötigen, die aber unseren Wohnraum nicht belasten sollen (saisonale Kleidung, Werkzeug etc.). Ich nenne diesen Ort auch gern den „Pettersson und Findus-Raum“ – you know what I mean! Frägt die Kleine nach einem ausgelagerten Spielzeug, holen wir es wieder in das Kinderzimmer zurück. Dafür räumen wir etwas anderes weg. So gerät meine Tochter bei der Auswahl an Spielmöglichkeiten in ihrem Zimmer nicht in Stress. Sie kann sich leichter in ein Spiel versenken. Außerdem ist natürlich schnell aufgeräumt.

2017-01-15-11-49-32Das Kinderzimmerregal mit der aktuellen Auswahl an Spielzeug

Reduziertes Schlafzimmer

Im Schlafzimmer kann ich wunderbar schlafen, weil es dort so schön leer ist. In unserer ehemaligen Wohnung hatten wir einen Schreibtisch und das gesamte Büromaterial um das Bett herum gelagert. Vor dem Zubettgehen bin ich so noch einmal mit allen ausstehenden Arbeiten konfrontiert worden. Das ist nicht besonders erholsam. Das Putzen dauert in diesem Zimmer jetzt etwa fünf Minuten. Es steht ja nichts rum!

2017-01-15-11-49-53Das Schlafzimmer. Hinter dem Fotografen steht der Kleiderschrank.

Gemütliches Wohnzimmer

Im Wohnzimmer geht es nicht so „steril“ zu. Hier stehen ein Regal mit den Kinderbüchern und Brettspielen, unser gemütliches Sofa und ein Schreibtisch. Früher war dieses Regal vollgestopft mit meinen ausgelesenen Büchern und mit Dekoration. Für Spiele und Kinderbücher benötigten wir ein zweites Regal. Momox sei Dank, ist meine Bibliothek nun weg. Meine Bücher leihe ich nur noch aus der Bücherei.

2017-01-15-11-51-07Das Wohnzimmerregal 

Unser Besuch ist teilweise irritiert von den weißen Wänden. Wir mögen es so. Außerdem will ich keine Bilderrahmen abstauben.
20170115_112958Das blaue Trampolin, äh Sofa

Das ungenutzte Zimmer

Ein Zimmer ist bei uns momentan leer. Ich habe mein Klavier hineingestellt. Falls ich demnächst nicht mit dem Spielen beginne, kommt es wieder in den Lagerraum. Bis vor Kurzem waren in diesem Raum der Schreibtisch und das Bastelregal platziert. Da aber keiner alleine in diesem Zimmer sitzen wollte, steht der Schreibtisch nun im Wohnzimmer und das Bastelregal in der Wohnküche. Also dort wo wir immer gemeinsam abhängen. Möglich ist das, weil wir ehemalige Wohnzimmer- und Küchenmöbel verkauft haben und so viel Platz frei ist. Bei einem Umzug würde ich mich, mit dieser Erfahrung, für weniger Wohnfläche entscheiden. Für uns reicht eine kleine Dreizimmerwohnung völlig aus.

2017-01-15-14-51-39Das Klavier im leeren Raum. Ich habe schon darüber nachgedacht, den Raum zu vermieten. Leider ist dann die Privatsphäre hinüber.

2017-01-15-14-19-13Das Bastelregal steht nun in der Wohnküche. Am Esstisch ist genug Platz zum Schneiden, Kleben und Malen. Glücksgefühl pur: Ich werkel an den Kochtöpfen, die Kleine bastelt am Esstisch und wir unterhalten uns. 

Das war ein kleiner Einblick in unseren Wohnraum.

Mein Fazit: Weniger Zeug, weniger Stress! 

7 Gedanken zu “Minimalismus Home Tour – weniger Zeug, weniger Stress!

  1. Eve schreibt:

    Zu mir haben auch schon Besucher gesagt, unsere Wohnung sehe „kahl“ aus. Wir mögen es GENAU SO :). Wobei ich denke, dass Du beim Decluttering noch konsequenter bist als ich. Und Bibliotheksbücher gehen bei mir irgendwie gar nicht (die haben dort schon mal nicht das, was ich lesen will, aber auch sonst so vom Gefühl her). Zu Weihnachten habe ich übrigens vom Mann einen Raum in einer Store-Box geschenkt bekommen. Das ist ein abgeteilter und abschließbarer Raum in einem Container, den er für mich gemietet hat. Wir haben schon ein paar Ladungen hingebracht, zB Stühle von meiner Oma, die ich aufarbeiten lassen will, wenn wir perspektivisch mal ein Haus bauen oder mieten. Bester Ehemann ever. Der kennt mich halt 🙂 LG

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